Das Freiburger Münster

Das Freiburger Münster ist die römisch-katholische Stadtpfarrkirche von Freiburg im Breisgau. Das beeindruckende Bauwerk wurde anfänglich im romantischen Stil begonnen, aber größtenteils im Stil der Gotik und Spätgotik vollendet. Es wird auch Münster Unserer Lieben Frau genannt.

Im Jahr 1827 wurde Freiburg Bischofssitz (Erzbistum Freiburg). Deshalb ist die Kirche formell eine Kathedrale, wird aber traditionell Münster genannt.

Ein imposantes Bauwerk im Stil der Gotik und Spätgotik

Der Bau des Münster begann etwa im Jahre 1200 und wurde im Jahre 1513 fertiggestellt. Kunsthistoriker aus der ganzen Welt rühmen das Freiburger Münster Unserer Lieben Frau mit dem populären Westturm als ein architektonisches Meisterwerk der Gotik.

Der Westturm des Münsters hat eine beachtliche Höhe von 116 m. Man nennt den weltbekannten Turm auch den schönsten Turm der Christenheit, eine Bezeichnung die dem Schweizer Kunsthistoriker Jacob Burckhardt (1818-1897) zugeschrieben wird. Jüngste Recherchen ergaben jedoch, dass er den Turm als schönsten Turm auf Erden angepriesen hatte. Es ist auch der erste Turm der europäischen Gotik mit einer Maßwerkpyramide. Der Turm kann an nahezu allen Tagen bestiegen und besichtigt werden. Allein bis zur Türmerstube sind es 209 Treppenstufen. Daher ist eine Besteigung des Turmes nur für Personen ohne gesundheitliche Einschränkungen zu empfehlen.

Des weiteren hat das Freiburger Münster insgesamt 19 Glocken aus verschiedenen Jahrhunderten und ermöglichen ein eindrucksvolles und vielfältiges Geläute.

Bei einer Besichtigung des Freiburger Münster sollten Sie unbedingt die zahlreichen Fenster des Münsters begutachten, da noch viele Fenster aus der Entstehungszeit des Münsters (um 1200 bis Mitte des 16. Jahrhundert) erhalten sind. Die ältesten und künstlerisch bedeutendsten Glasmalereien befinden sich im “Wurzel-Jesse-Fenster” im südlichen Querhaus.

Auch sehr sehenswert ist der Hochaltar von Hans Baldung Grien, den der Dürer-Schüler 1512 – 1516 für das Freiburger Münster malte, er entfaltet auf drei Schauseiten die christliche Heilsgeschichte: das Geheimnis der Menschwerdung Gottes, den Kreuzestod Jesu Christi und die Aufnahme und Krönung Mariens als Repräsentantin der erlösten Menschheit.

Außer dem Hochaltar gibt es im Freiburger Münster weitere bedeutende Altäre. Zum Beispiel den Oberriedaltar in der Universitätskapelle und den Schutzmantelaltar in der Lochererkapelle. Das älteste Kunstwerk des Münsters befindet sich im Triumphbogen des Chorraums über dem Altar: Ein um 1200 gearbeitetes monumentales silbernes Kruzifix, das bereits wohl als Triumphkreuz im spätromanischen Chor hing.

In einer Nische im südlichen Seitenschiff befindet sich hinter einer spitzgiebeligen Architektur eine monumentale Heilig-Grab-Darstellung. Diese um 1330 entstandene figurenreiche Steinplastik zählt zu den frühesten und bedeutendesten Heiliggrabanlagen in Deutschland.

Das Freiburger Münster besitzt mit seinen 4 Orgeln eine große Orgelanlage, die überregional und international bekannt und hoch beachtet ist. Unzählige Besucherinnen und Besucher kommen jedes Jahr ins Münster, um den Klang der Orgeln im Raum zu erleben.

Um das Freiburger Münster ist auch werktags (vormittags) regelmäßig der Freiburger Markt mit zahlreichen Marktständen und Imbissbuden. Bei einer Besichtigung des Freiburger Münster lohnt es sich auch mal über den Marktplatz zu schlendern und die kulinarischen Spezialitäten aus und um Freiburg zu genießen.

Bei einem Urlaub oder Besuch in Freiburg und im Schwarzwald ist eine Besichtigung des Freiburger Münster und des Marktplatzes jederzeit zu empfehlen.


Impressionen

Letzte Aktualisierung:
27. Juli 2021

Die letzten Änderungen in der Themenwelt "Das Freiburger Münster" wurden am 27. Juli 2021 umgesetzt durch

Quellenangabe

Wikipedia | Link zur Quelle
Lage: Freiburg im Breisgau